Johannes Kepler
Am 15.11.1630 starb Johannes Kepler (*27.12.1571 in Weil der Stadt/Baden-Württemberg) hier in
Regensburg. Sein Vermächtnis besteht insbesondere darin, den Weg von der qualitativ denkenden
Naturphilosophie zur quantitativen Naturwissenschaft bereitet zu haben. Die drei Keplerschen
Gesetze über die Planetenbewegung, die er in mühevoller Auswertung einer Vielzahl astronomischer
Daten entdeckt hat, lernt heute jeder mehr oder weniger begeistert in der Schule unter deutlich
geringeren Mühen. Er schaffte den entscheidenden Nachweis für das kopernikanische heliozentrische
Weltbild, ein Meilenstein für die Astronomie.
In einer Zeit, in der der Dreißigjährige Krieg zwischen katholischen und
protestantischen Parteien tobte, setzte sich Kepler für eine Besinnung auf
die biblischen Werte ein und stimmte mit keiner der beiden Seiten überein.
Er hatte Freunde im protestantischen wie im katholischen Lager. Diese
ökumenische Einstellung nötigte ihn sogar dazu, mehrmals mit seiner Familie
vor Verfolgungen zu fliehen.
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